SEINet Portal Network – Stenocereus thurberi

Sträucher, Verzweigung basal, 3-6 m. Stängel aufrecht, zuerst gelbgrün, dann grün, ohne rote Pigmentierung, kahl und stumpf, bilden Flecken von orange junge Rinde auf gealterten und unbeschädigten Segmenten; Rippen 15-19, etwas tuberkulös, interareolare Querfalte oft auf jungen Rippen vorhanden, 9-12 mm bis zum Rippenkamm; Kortex gelblich, Schleimsäcke nur im äußeren Kortex auffällig; Mark ohne Schleim, 4-6 cm breit; Areolen 1-1,6 cm auseinander entlang der Rippen, kreisförmig, 4-6 mm, Haare rotbraun. Stacheln 11-14(-19), dünn, gerade; radiale Stacheln 1-3,5 cm; zentrale Stacheln bis 6 cm. Blüten nachtaktiv, meist subterminal, trichterförmig, bis 6-7,5(-9) × 6-7 cm; Blütenröhrchen ca. 4 cm; Schuppen an der Basis der Röhre rot mit grünen Rändern; Tepalen bis 6,5 cm breit; äußere Tepalen rötlich mit rosa Rändern; innere Tepalen cremeweiß bis hellrosa; Filamente weiß bis rosa, 2-3 cm; Eierstock tuberkulös mit grünen, rhomboiden Tuberkeln und kleinen roten Hochblättern an Anthesen, Areolen mit braunen Haaren und manchmal kurzen Stacheln; Stile weiß, 4 cm; nektarkammer 1-1,5 cm. Früchte rot, 45-65 mm, fleischig, mit Laub-stacheligen Areolen; Fruchtfleisch süß. Samen 2 mm, glänzend. 2n = 22. Blüte (Mär)Apr-Jul; Fruchtbildung meist Jul-Aug. Hochland-Sonora-Wüsten-Gestrüpp; 20-1100 m; Ariz.; Mexiko (Baja California, Baja California Sur, Sinaloa, Sonora). Stenocereus thurberi ist ein häufiger säulenförmiger Kaktus der Sonora-Wüste, in der gesamten Baja California und den Inseln des Golfs von Kalifornien und in der Westküstenvegetation von Sonora bis Sinaloa. In Mexiko, wo S. thurberi baumartig ist, hat es einen sehr kurzen Stamm bis 0,5 m, übersteigt 12 m, verzweigt sich mehr als in nördlichen Populationen und kann nur 12 Rippen haben. Große Exemplare von S. thurberi kommen dort vor, wo die Pflanzen in größerer Vegetation wachsen und daher mit kleinen Bäumen um Sonnenlicht konkurrieren (A. C. Gibson und P. S. Nobel 1986). Stenocereus thurberi gehört zur größten Klade von Stenocereus, wobei alle Arten dunkelrote oder braune, drüsige Areolartrichome besitzen (A. C. Gibson 1988). Die Gruppe der Arten, die am engsten mit S. thurberi verwandt sind, hat die interareolare Querfalte, eine Besonderheit, die nach vollständiger Ausdehnung der Rippen bestehen bleibt.

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